13 Tzameti

Frankreich Georgien

"13 Tzameti" ist ein faszinierender Film, dessen Mysterium sich nur langsam enthüllt, so dass man ebenso wie der Protagonist nie so ganz sicher weiß, was als nächstes kommen wird. Regisseur Géla Babluani liefert ein sehr reifes Werk ab, das sich mit einem Thema beschäftigt, das im Gedächtnis des Zuschauers nachhallt. Der Film täuscht den Zuschauer. Glaubt man zuerst noch, sehr genau absehen zu können, wie sich die Geschichte entwickelt, macht diese plötzlich eine Kehrtwendung und nimmt derart an Intensität zu, dass man sich von dem Geschehen kaum noch lösen kann. Dass der Film in schwarzweiß gedreht wurde, unterstützt die düstere und nihilistische Geschichte immens. Fazit: Packend und intensiv.

Auszeichnungen

Der Film gewann den „World Cinema Jury Prize“ beim Sundance Film Festival im Jahr 2006, sowie zwei Preise (Luigi de Laurentiis Award und Netpac Award) der 62. Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2005. Zudem waren die Brüder Babluani jeweils als bester Nachwuchsdarsteller bzw. Debüt-Regisseur für den César 2007 nominiert und gewannen auch beim Transilvania International Film Festival, dem Tbilisi International Film Festival sowie dem Sitges Festival Internacional de Cinema de Catalunya.

Trailer

Pressestimmen

Wir versprechen Ihnen jedenfalls einen außergewöhnlichen, extrem bitteren und in der zweiten Hälfte fast unerträglich spannenden Filmgenuss [...] Was er dabei erlebt, sprengt den Rahmen üblicher Survivalthriller. Fazit: Nach einem etwas zähen Start mausert sich dieser wortkarge Thriller zu purem, genialen Spannungskino“

Cinema

Die Süddeutsche Zeitung bemerkte eine „Spannung zwischen den Kulturen“. Regisseur Géla Babluani würde im Gegensatz zu Eli Roth (Hostel) „einen unterkühlten Psychoterror“ zelebrieren, „in dem es nur feine Schweißperlen auf der Stirn und den stummen Aufschrei angstvoll geweiteter Augen gibt.“ Die Horrorvilla erinnere an die Anstalten aus Einer flog über das Kuckucksnest oder Schock-Korridor. Hervorgehoben wurden die markanten Gesichter der Darsteller sowie die Bildsprache, die an „den Fatalismus des amerikanischen film noir mit der existentialistischen Beklemmung der frühen SchwarzWeiß-Filme von Polanski und Pasolini heranreichen würden.

Die Tageszeitung hob ebenfalls die vertraute Ästhetik der Schwarz-Weiß-Bilder hervor, mit der man unter anderem eher „hübsche Pärchen in Pariser Straßencafés“ verbinden würde („Die Bilder des georgischen Regisseurs haben etwas dezidiert Französisches“). Ebenfalls wurden Bezüge zu Hostel oder der Saw-Reihe gezogen – 13 Tzameti sei „ein fieser, kleiner Terrorfilm, der diese besondere Form von Extrem-Existenzialismus auf eine neue Bewusstseinsebene zu heben versucht - eine Art Sado-Nouvelle-Vague.“ Die suggerierte Ungerührtheit von Bablanis Regiearbeit habe „etwas Unausweichliches, Nihilistisches“, ein modischer Zynismus, der in Hollywood angesagt sei.

 

"13 Tzameti" has you on the edge of your seat with a story that throws unexpected punches at every corner."

Sympatico.ca

13 (Tzameti) might seem allegorical, but it's too cynically concerned with what works as entertainment to offer larger truths about human existence.
Chicago Reader

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